«Die Ehe ist
das Grab der Liebe»

Hier spricht der Profi: 11 Liebestipps von Casanova.

Trau dich
«Es braucht bloss Mut. Denn Stärke ohne Selbstvertrauen bringt nichts.»
Damit sind wir völlig einverstanden.

Sei Geheimnisvoll
«Wenn eine Frau, die wenig zeigt, erreicht, dass der Mann mehr sehen möchte, so hat sie dreiviertel der Eroberung geschafft.»
Auch hier hat Casanova wohl einen Punkt.

Es gibt mehr als körperliche Anziehung
«Schönheit ohne Witz hat ausser dem Verzehr des materiellen Charms nichts zu bieten.»
Nicht ganz, auch Letzterer kann befriedigend sein.

Widerstand zwecklos
«Der Mann, der genug stark ist, zu warten, bis seine Natur ihr natürliches Gleichgewicht wieder herstellt, ist ein wahrhaftig weiser Mann, aber diese Geschöpfe trifft man selten.»
Casanovas Plädoyer für ungezügelte Leidenschaft können wir teilen.

Sei Frei …
«Ich beginne mit diesem Geständnis: Alles, was ich im Lauf meines Lebens getan habe, sei es gut oder schlecht, war freiwillig; ich handle frei.»
Klingt uns jetzt etwas gar schwülstig.

… aber denk daran, du bist nie völlig Frei
«Man ist frei, doch ist es falsch, zu denken, man tue alles, was man gerne tut, freiwillig, denn im Moment, in dem man seinem Handeln erlaubt, von der Leidenschaft kontrolliert zu werden, ist man ein Sklave.»
Eben. Ein sehr interessanter Gedanke!

Sei hartnäckig
«Die süssesten Vergnügen sind jene, die zäh gewonnen wurden.»
Wir finden: Muss nicht sein.

Sei nostalgisch
«Indem ich mich an frühere Liebesvergnügen erinnere, erneuere ich sie und erlebe sie ein zweites Mal, gleichzeitig kann ich über die vergangenen Probleme lachen, die ich nun nicht mehr habe.»
Ein absolut grossartiger Ratschlag!

Fremdgehen ist uncool, aber …
«Untreue ist eine Sünde, aber ehrliche Durchtriebenheit ist schlicht umsichtig. Sie ist eine Tugend. Klar sie hat etwas Schurkenhaftes, aber das ist halt so. Derjenige, der keine Übung darin hat, ist ein Tor.»
Da spricht Casanova vielen aus dem Herzen.

Geniesse den Ritt, nicht das Ziel
«Die Leserschaft meiner Memoiren wird entdecken, dass ich nicht ein fixes Ziel vor meinen Augen hatte und dass mein System, wenn es so genannt werden kann, es war, im Strom des Lebens unbesorgt wegzugleiten, dem Wind zu vertrauen, wohin auch immer er mich führte. Wie viele Veränderungen ergeben sich doch durch eine solche unabhängige Art zu leben!»
Sorry, werter Casanova, aber iregndwann wird das «Sich treibenlassen» auch peinlich.

Heirate nicht
«Die Ehe ist das Grab der Liebe.»
Ist irrsinnig poetisch und klingt gut – wir glauben aber nicht, dass dem so ist.

(B&C)