Diese Berühmtheiten zogen für «Playboy» nackt

Von Marilyn Monroe über Kim Basinger zu Lindsay Lohan: Anlässlich des Todes von «Playboy»-Gründer Hugh Hefner (91) zeigen wir euch die prominentesten Frauen auf dem Cover des Sex-Hefts.

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Bekenntnisse eines Supermodels

Erster Kuss zu «Careless Whisper»: Fragestunde mit Kate Moss – und sie nimmt kein Blatt vor den Mund.

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Sharon Stone: «Ich mag Hände und Finger» (Video)

So wunderbar sprach Schauspielerin Sharon Stone Anfang der neunziger Jahre für ihre berühmte Rolle in «Basic Instinct» vor.

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«Die Ehe ist
das Grab der Liebe»

Hier spricht der Profi: 11 Liebestipps von Casanova.

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Rendezvous der Woche

Sophia Loren mit Elvis Presley, 1958. Die beiden kannten sich nicht. Loren erblickte Presley während der Mittagspause bei den Dreharbeiten von «King Creole» in den Paramount-Studios und stellte sich vor. Grosses Hallo! Glücklicherweise war ein Set-Fotograf zugegen, der das einzige Treffen der beiden auf fabelhafte Weise festhielt.

(B&C)


Sex geht durch den Magen

Es gibt (gar nicht mal so schlechte) Esswaren, die zu besserem «intercourse» führen sollen. Wir stellen 15 vor.

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Freipass zum Fremdgehen

Der Treue ergeht es möglicherweise wie dem Schweizer Bankgeheimnis. Sie gerät immer mehr unter Druck und könnte schliesslich geknackt werden. «Nicht ganz exklusiv» heisst ein neuer Beziehungstrend. Er wird immer beliebter und von Experten empfohlen. Ist das gut?

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Besser Küssen

Wie? Wo? Wann? Wir haben für Euch ein paar wissenschaftliche Fakten* zu den Geheimnissen des Küssens zusammengetragen.

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«Die Mädels standen Schlange»

Tom Cruise bewies schon vor seinem Durchbruch Starqualitäten.

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Frauen-Fallen

Sie: «Aber mir kannst du doch alles sagen.» Ich: «Also gut.»

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Minenfeld der Treue

Ich: «Da muss man sich ja nicht gleich trennen.» – Sie: «Doch.»

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Die skandalöse Karriere des berühmtesten Sex-Tapes der Welt

Wie der legendäre Honeymoon-Porno von Pamela Anderson und Tommy Lee von einem als Yak verkleideten Bauarbeiter gestohlen, illegal veröffentlicht und legal vergoldet wurde.

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Und dann sagt sie:
«Ich bin sonst
im Fall nicht so»

Bingo! Ich war ja auch wieder mal unwiderstehlich heute Nacht.

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Zeig mir, wie du liegst, und ich sag dir, wie du liebst

Was die Schlafstellung über die Beziehung aussagt.
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Weshalb sind wir trotzdem einsam?

Man ist bestens vernetzt und fühlt sich doch allein. Wir lüften den Schleier und haben ein paar interessante Gedanken dazu.

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Wo Frauen im Bett danebenliegen

Von Ruben Salvisberg – Sex ist Privatsache. Ein leiser öffentlicher Aufschrei soll trotzdem erlaubt sein: Mädels, werdet physischer!

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Mythos Sex-Gerichte

Wer meint, dass er mit aphrodisierenden Gewürzen, Pilzen
und Co. die Liebe – oder zumindest die Erotik – weckt, der muss
schon sehr fest daran glauben. Sonst funktioniert es nicht.

Von Martin Jenni

Es muss wohl ein enttäuschtes und rachsüchtiges römisches Herz gewesen sein, das bereits zu Zeiten Jupiters zahlreichen Lebensmitteln eine erotische Tugend zusprach und noch heute einigen Damen und Herren vollends den Schlaf raubt, die, statt dass sie sich zu später Stunde im Bett ihren Träumen hingeben, sich in der Küche einem Dutzend frischer Austern widmen, die Hände blutig ritzen und als Trost dunkle Schokolade zwischen den Zähnen zermalmen und sich danach wundern, dass sie keinen aktiven «Unterleib» verspüren, sondern einfach nur Bauchweh haben.

Mit dem Alter wandert die Erotik eh vom Bauchnabel zum Gaumen. Und wenn ich an die Gerichte meiner Lieblingsköche Antonio Colaiani, Werner Tobler und Marco Gelmi denke, spannen sich bei mir keine Hosenknöpfe, sondern wächst mein Appetit, was ab und zu das Einzige ist, was noch wächst. Gut, neuerdings wachsen mir Haare aus der Nase und den Ohren, was nerven kann, vornehmlich dann, wenn es mir nicht selbst auffällt, sondern erst meiner Partnerin an der gedeckten Tafel im Restaurant.  Dann hilft nur noch die befohlene Flucht auf die Toilette, um die vorwitzigen Haare von Hand zu züchtigen, was dazu führt, dass sich sämtliche erotische Gedanken verflüchtigen. Da hilft dann im Menü auch kein -Cayennepfeffer mehr.

Am Hofe von Louis XIV

Nur, welche Lebensmittel wecken denn im Menschen die erotischen Fantasien und fördern die Begierde nach körperlicher Zuneigung? Dass «die Trüffel die Frauen nachgiebiger und die Männer feuriger machen soll» – darüber wurde schon am Hofe von Louis XIV philosophiert. Ich habe in meinen 56 Jahren schon einige Knollen erledigt, das Spiegelei vollends mit weisser Trüffel zugedeckt, die schwarze Trüffel im Blätterteig gegessen ... aber noch nie geriet ich dabei in Wallung oder begehrte erst nach dem Verzehr einer Trüffel meine Tischnachbarin, obwohl ich durchaus ein fantasievoller Mensch bin. Da haben ihre mich zufällig berührenden Füsse eine weitaus grössere Wirkung. Auch der Spargel kann ich nichts Sinnliches abgewinnen. Und nach einer ordentlichen Portion Hollandaise und einer Flasche Silvaner liegen meine Gedanken bezüglich Süssem eher bei einem Stück Rhabarberkuchen und einem Glas Lebenswasser als bei roten Lippen. Gut, das eine muss das andere nicht ausschliessen. Bei der Artischocke, ob Herzen oder Blätter oder gar in flüssiger Form als Cynar, ergeht es mir nicht anders, obwohl beim Saugen der Blätter ein leichtes Prickeln nicht von der Hand zu weisen ist, wofür ich aber in erster Linie meine Partnerin mit ihren wundervollen lächelnden Lippen verantwortlich mache.Kurz, ob Safran, Knoblauch oder Zimt – es regt sich bei mir nichts. Ich scheine immun gegen aphrodisierende Gewürze und Gerichte zu sein. Natürlich ist es schön, wenn am Tisch das Gegenüber begehrenswert ist und der Abend mit einem Aperitif, gefolgt von einem leichten Mahl, je nachdem wie die Prioritäten gesetzt sind, mit Champagner und Wein die Sinne zusätzlich anregt. Nur können die Gewürze noch so toll und das Menü noch so raffiniert sein, bei zu viel Alkohol geht zwar nicht die Erotik, aber die Zuverlässigkeit des Unterleibs flöten. Aber das wissen Sie ja.

Gut! Träumen ist erlaubt und Einbildung ist immer gut und hilft, aber wer für die Erotik  zuerst den Umweg über die Küche sucht, muss sich vorsehen. Gemeine Fallen warten in den Lebensmitteln, die Blähungen und Schlimmeres auslösen können. Und schon geht jegliche Erotik den Bach hinunter. Da hilft auch keine rote Unterwäsche mehr. Übrigens: Wenn ich ein Menü vor einer Liebesnacht kochen müsste, würde es sich wie folgt zusammensetzen. Einige Austern zum Schlürfen, etwas Artischocken zum Saugen, ein halbes Dutzend Burgunderschnecken in Petersilie und Butter mit einem Hauch von Knoblauch zum Beissen und ein pochiertes Ei auf -einer Fonduta mit weissen Trüffeln zum Schlecken. Das Problem dabei ist, Trüffel haben nur kurze Zeit Saison. Und ein Jahr lang warten, das erfordert Disziplin. Für unter dem Jahr können Champagner mit Pumpernickel, bestrichen mit gesalzener Butter und dekoriert mit den Kernen eines Granatapfels, eine Alternative sein, was zwar für ungeübte Ohren etwas grotesk klingen mag, einen aber, je nachdem, hör- und spürbar knistern lässt.

Wem das alles zu banal erscheint –  hier mein ultimativer Liebestipp für milde Herbsttage: ein Picknick in der Sonne mit einer Flasche jungem, knackigem Beaujolais, scharf gebratenen Pouletschenkeln, gewürzt mit Ingwer und Kardamom, dazu knuspriges Weissbrot und fürs Finale einige reife Trauben mit Kernen. Dies an einem geschützten, verträumten Ort, ohne Ameisen und Spaziergänger. Und natürlich den festen Glauben an die Erotik und die Liebe. In diesem Sinne ... der nächste Frühling samt den ersten sinnlichen Erdbeeren kommt bestimmt.


Gibt es den meditativen Orgasmus?

Mein schräges und (irgendwie) lohnenswertes Experiment
mit Orgasmischer Meditation: Was passiert, wenn du einen
Fremden versuchen lässt, es dir zu besorgen.

Ein Selbstversuch von Desirée Browne

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Weshalb Frauen so gerne Yoga machen

Jede junge Frau in der Grossstadt macht Yoga.
Dazu trägt sie teure Turnhosen. Und trinkt Säfte für
den sechsfachen Preis ihrer Inhaltsstoffe. Warum tut sie das?
Worin liegt die Faszination?

Von Claudia Schumacher 

«Deine Hand ist auf dem Foto ein bisschen zu sehen», sagt die Frau in Leggings mit Planeten darauf zu der Nebensitzerin in Leggings mit floralem Muster (stilecht für den erstaunlichen Turnhosen-Preis von 100 bis 200 Franken von Lululemon oder Black Milk). Ob sie das Foto vom Yoga-Frühstück dennoch auf Instagram posten dürfe? Die Nebensitzerin könnte sich ja in ihren Persönlichkeitsrechten gestört fühlen. Auf die Idee muss man erst einmal kommen: dass jemand etwas dagegen haben könnte, wenn ein eigener kleiner Finger ano-nym irgendwo auf Instagram zu sehen ist.

Absurditäten in der Yoga-Gruppe. Empathie im Grenzwertbereich zwischen supernett und total bekloppt. Die hippe Form von «Gschpürsch mi». Es ist 8.34 Uhr beim Yoga-Frühstück in einem vegetarischen Restaurant in Zürich. Die futternde Gruppe hat gerade eine Stunde lang den Herabschauenden Hund, die Friedliche Kriegerin und die Kinder-Pose geübt. Jetzt gibt es ein Yoga-Frühstück mit Haferflocken, Nüssen, Beeren und Südfrüchten in den Grundkomponenten. Namaste. Danach starten die jungen Frauen ihren Arbeitsalltag in Agenturbüros, Cafés oder in Uniseminaren und versuchen, etwas von der morgend-lichen Yoga-Haltung durch den Tag zu retten und blöden Chefs oder quengelnden Kindern entspannter zu begegnen.

Begehrt auf Partnerbörsen

Achtsamkeit, Einfühlungsvermögen, Respekt. Manche finden die gedanklichen und emotionalen Grundpfeiler des zeitgenössischen Yogas lächerlich. Aber ob man den Vibe nun mag oder nicht: Er zeitigt Ergebnisse, die zumindest optisch überzeugen. Körper in guter Haltung. Langgliedrig, schlank. Kein Wunder gehen Frauen mit Yoga als Hobby-angabe auf Partnerbörsen am besten weg. Die Damen an diesem Morgen im vegetarischen Restaurant sind auffallend hübsch.

Bist du eine junge Frau in der Stadt und gehörst irgendwie dazu, dann machst du Yoga. Warum eigentlich? Macht Yoga schön? Oder fallen insbesondere hübsche Frauen auf einen ans Esoterische grenzenden Fitnesstrend -herein, der mit jeder weiteren hübschen Frau, die mitmacht, noch attraktiver wird? Yoga profitiert von der Anziehungskraft der Leute, die Yoga machen. Frauen wollen schön sein. Schöne Frauen machen Yoga.

Fakt ist, dass Yoga und der damit einhergehende Mindfulness-Lifestyle, ein asiatisch angehauchter Mentaltrend aus den USA, mittlerweile zu den europäischen Grossstädten gehören wie der Käse zur Schweiz. Die Bewegung klingt nett. Und gesund. Wie Joghurt. Dank der Vokalendung dazu hin offen, sonnig.

«Grüsse dein Herz, das voller Leben schlägt. Grüsse die Sonne, die nie vergeht ... Schau froh, froh, froh in die Welt!», sagt die Yoga-Lehrerin in einem Zürcher Fitness-studio bei der gymnastischen Übung, die sich Sonnengruss nennt. Die Schülerinnen lächeln dabei artig wie die Frauen von Stepford. Sie atmen hörbar, den Atem dirigiert die Lehrerin. Feueratem. Atmen durch ein Nasenloch. Kehliges Atmen, das das limbische Nervensystem beruhigen soll. Die Steuerung des Atems ist im Yoga eine Disziplin für sich.

Das Joch der Führungskräfte

Yoga-Outfit, Yoga-Nahrung, Detox, Stressbewältigung, seelisches Gleichgewicht, Erhöhung der Achtsamkeit. Hinter Yoga steckt mehr als ein Wellness-Sport für die Jungen oder eine Art Altengymnastik mit Atmen für die höheren Semester. Eine ganze, boomende Lifestyle-Industrie ist Teil des Phänomens. Yoga weckt hohe Erwartungen und verspricht nicht weniger als inneres Wachstum und Seelenheil.

Die amerikanische Mindfulness-Bewegung liefert den mentalen bis spirituellen Unterbau. «Mindfulness» heisst übersetzt «Achtsamkeit». Eine verdammt einfache Sache, die dem modernen Menschen geradezu lächerlich schwerfällt: das für den Moment Wichtige im Fokus behalten. Essen, wenn man isst – und nicht nebenher whatsappen und auf dem iPad die neuen Kleider auf Zalando durchwischen. Fernsehen, wenn man schon fernsieht – und nicht nebenher die Blumen giessen und den Partner volltexten. Und ja, vor allem auch das: arbeiten, wenn man arbeitet. Wer in einem kreativen Job arbeitet und den damit einhergehenden wandernden bis zerstreuten Geist hat, dem können Yoga und Achtsamkeit-Schulung durchaus helfen, mehr Konzentration aufzubauen.

In einem Text über die Mindfulness-Bewegung schrieb die «NZZ am Sonntag» vor Kurzem: «Bereits wird kritisiert, dass die kollektive Selbstregulierung dazu führen könnte, sich noch schneller anzupassen ans Tempo und an den Leistungsdruck, dem die Achtsamen gerade entkommen wollen.»

Doch das ist Käse. Wer kritisiert, dass gerade Manager Yoga machen und meditieren, um noch leistungsstärker zu werden, der hat den Ursprung des Yoga nicht verstanden. Schon im Wort steckt das, worum es eigentlich geht: Das Sanskrit-Wort «Yoga» bedeutet übersetzt «Joch». Yoga will ursprünglich denjenigen helfen, die eingespannt sind wie Ochsen: Führungskräfte, Entscheidungsträger. Wenn also wie in diesem Jahr die Mächtigen beim Weltwirtschaftsforum in Davos gemeinsam Yoga-Meditationen praktizieren, ist das alles andere als ein Verrat an der Sache. Das Beispiel zeigt auch, welche Bedeutung der Westen dem Yoga mittlerweile auch ausserhalb infantiler Hipster-Zirkel zuschreibt.

Früher waren fernöstliche Spiritualität, Yoga und Meditation etwas für Hippies, 68er-Spinner und Horizonterweiterter zwischen Drogentrip und Kommunenleben. Die Yoga-Welle, die wir momentan erleben und die nicht aus Indien, sondern aus den USA kommt, hat eine andere Klientel. Heute ersetzt die Meditationspause im Silicon Valley die Kaffeepause. Die heutige Elite glaubt an den Nutzen von Achtsamkeit.

Der Mann, der in diesem Jahr mit den Wirtschaftsvorderen in Davos meditierte, war kein Geringerer als der Gründervater der westlichen Achtsamkeitswelle, deren Gedankengänge momentan die Buchhandlungen verstopfen. Jon Kabat-Zinn, ein Molekularbiologe, entwickelte 1979 die Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR). Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Meditation, Yoga und Körperbewusstseinsschulung. MBSR ist von fernöstlicher Spiritualität inspiriert, allerdings weltlich ausgerichtet und damit tauglich für die urbanen Lebenswelten der Industrienationen.

Detox-Schummeleien

Der medizinische Forschungsstand: Yoga verhilft zu hormoneller Balance, Meditation reduziert Stress, entspannt und kann somit helfen, die eigene Lebensqualität zu erhöhen. Wer in der Grossstadt zum Arzt geht und über Burn-out-Symptome klagt, wird mittlerweile zum Yoga geschickt.

Im wohligen Schatten des Yoga treiben aber auch viele Quacksalber ihr Unwesen – mit einigem Erfolg. Denn Yoga ist ein -Lifestyle geworden, von dem sich mittlerweile eine riesige Industrie ernährt.

Leberreinigende Detox-Yogastunden oder Wochenendworkshops, die Detox-Saftkuren mit Yoga verbinden, sind ein Trend, der die Kassen klingeln lässt. Allein die paar Saftfläschchen für eine dreitätige Detox-Kur liegen zusammen bei 200 Franken, und da ist noch kein Chalet für das Wochenende und keine Yoga-Lehrerin in der Rechnung enthalten. Detox, das wie so viele Trends mit grossem Mitmachdruck aus den Kreisen der Hollywood-Hübschen kommt, verspricht: Eliminierung schädlicher Giftstoffe aus dem Körper und damit innere Reinigung. Dieser angeblich so notwendige Prozess soll verschlankende, verjüngende und natürlich allgemein verschönernde Effekte mit sich bringen.

Das klingt toll! Und drei Tage nur Saft als Nährstoffzufuhr zu trinken ist so schlimm nun auch wieder nicht. Nur: Wissenschaftlich erwiesen ist Detox nicht. Im Gegenteil. Es handelt sich um eine ausgemachte Pseudowissenschaft.

In einer BBC-Dokumentation wurde der Detox-Unsinn einmal, begleitet von medizinischen Messungen, veranschaulicht. Ein Pulk junger Frauen unterzog sich für ein paar Tage Party, Alkohol und Junkfood. Danach kamen die Damen in ein Ferienhaus und wurden in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe wurde auf eine Detox-Diät gesetzt, die andere Gruppe ass wieder normal. Nach der Woche wurden die Blutwerte beider Teilnehmergruppen gemessen: Beide Gruppen hatten gleich viele Giftstoffe abgebaut. Das Detox hatte keinen positiven Effekt. Auch die entgiftende Wirkung von einzelnen Yoga-Posen auf die Organe wurde in zahlreichen Studien als Quacksalberei entlarvt. Der verschlankende Nebeneffekt von Detox ist dazuhin eine Mogelpackung: Nichts reizt den Jo-Jo-Effekt stärker als durch Hungern verursachter Gewichtsverlust.

Was darf man als Otto-Normal-Yogi also vom Yoga erwarten und welche Hoffnungen sollte man sich besser sparen?

Klar auf der positiven Seite: Es macht Spass, es dehnt und streckt, es kräftigt, es sorgt für eine ähnlich gute Haltung wie Ballett. Wie die meisten Sportarten, denen man für mindestens eine Stunde nachgeht, fördert es das Durchhaltevermögen und schafft einen Ausgleich zu körperlich trägen Bürotagen. Durch die begleitende Musik und die gezielt freundliche Stimmung in Yoga-Gruppen, durch die Betonung von Dankbarkeit und achtsame Bewegungsabläufe ist Yoga ausserdem ein Stimmungsaufheller und Fokussierungshelfer. Wer Yoga ernster nimmt und die zugrunde liegende Achtsamkeitsphilosophie ins Religiöse steigert, läuft Gefahr, sich lächerlich zu machen oder allen anderen Menschen, die sich gern mal ein Burger-Menü oder eine Zigarette gönnen, gehörig auf den Keks zu gehen. Eine Gefahr, die jede orthodox betriebene Religion birgt.

Hoffnungen, die man sich sparen sollte? Eine Körperkräftigung, die man mit regelmässigem Fitnessstudio-Krafttraining vergleichen könnte, wird man durch Yoga nicht erlangen. Das kompetitive Element, das Laufen oder Ballsportarten bieten, ist im Yoga zudem gering. Es sei denn, man sucht sich einen Partner, mit dem man Acro-Yoga macht, das spektakuläre Akrobatik beinhaltet.

Betreibt man Acro-Yoga dann noch am Strand eines strahlend blauen Meeres und lässt sich dabei fotografieren, wobei man im besten Fall verdammt gut aussieht, dann kann man diese Angeber-Bilder auf Instagram posten und mit den Hashtags -#relationshipgoals oder #yogakiss versehen, wo schon viele andere solcher Bilder -darauf warten, die Couchkartoffel-Pärchen da draussen neidisch zu machen. Nicht umsonst ist Yoga ein Sport, der aus Posen besteht.